Freitag, 25. November 2005

mehr als ein ganzes jahr lang

habe ich hier in meinem öffentlichen tagebuch nichts eingetragen.
scheinbar passiert nichts, aber das ist nur bedingt richtig. was denken wohl meine hochverehrten leser darüber, dass ich so lange nichts von mir habe hören lassen?

ich bin schon gespannt auf die vielen kommentare...

Dienstag, 2. November 2004

endlich eine neue wohnung

nach den langen wochen des suchens und verzweifelten dahinvegetierens in der widerlichen suite im sacher habe ich heute endlich meine neue wohnung bezogen. sie liegt in hietzing, und erstreckt sich praktischerweise über ein ganzes haus. wunderschön auch der angeschlossene garten mit schwimmbecken und pavillon. die nachbarn sind still, der lainzer tiergarten ist nicht weit weg und ich habe eine herrliche aussicht in den eigenen garten, dort steht eine monumentale trauerweide, viel gras, allerdings ist das derzeit vom gefallenen laub bedeckt. durch den garten rinnt sogar ein kleiner bach... ich freue mich schon auf den frühling.
jetzt gibt es sehr viel zu tun. mein haus muss ja eingerichtet werden, eine neue bibliothek wird auf das ausgiebigste mit büchern angestopft, und ich will endlich einen arbeitsraum mit entsprechender infrastruktur.

Mittwoch, 13. Oktober 2004

umzugspläne

es ist kaum auszuhalten im sacher, in der ekelhaften suite. ich vermisse mein bibliothekszimmer, wo die "schulfreunde" ihren schlafraum aufgeschlagen und sich aus meinen büchern betten gebastelt haben. ich vermisse mein bett, meine küche und meinen arbeitsraum. als ich vor mehreren wochen das "fest" überstürzt verlassen habe, raffte ich noch schnell die wichtigsten unterlagen zu meinen aktuellen projekten zusammen (drei zettel DIN A4), packte ein paar stücke gewand in 5 große koffer und übersiedelte in das hotel sacher. zeit zum weiterführen meines blogs habe ich keine gehabt in der zwischenzeit, die wohnungssuche ist so mühsam! ich traf ein paar mal den dr. hietzinger, der mich schon gewarnt hatte vor der "horde" aus st. pölten, ich wusste gar nicht, was er damals meinte - jetzt aber schon. jetzt muss ich also meine geliebte wohnung in der ungargasse aufgeben. ich weiss nicht, wo ich hinsoll. geld ist ja genug vorhanden, aber ideen, wo mein domizil am geeignetsten ist, die sind rar. hat irgendwer vorschläge? wo soll ein 55jähriger literaturbekenner am besten wohnen? welcher bezirk? welches bundesland... aber ich will wien eigentlich nicht verlassen. die anderen bundesländer sind zwar im urlaub ganz schön, aber ich könnte mir beim besten willen nicht vorstellen z.b. in tirol zu leben. bitte um vorschläge...

Donnerstag, 2. September 2004

das fest...

läuft übrigens immer noch.

zum thema roman

ein roman ist ein statisches sprachgeborenes gebilde, welches in seiner gesamten stringenz einen gesamtweltentwurf widerspiegelt bzw. erst erschafft. alle teile eines romanes verhalten sich zueinander wie gummibärchen zu schokolade, wie blut zu milch, wie himmel zu supermarkt. wenn ein roman gedruckt erscheint, nennt man das dann ein "buch", es ist bei manchen geschäften dann leicht erhältlich, andere wiederum werden sích hüten, den nun fertiggestellten roman in ihre auslage zu legen; von verkaufen ganz abgesehen. romane werden oft zwar unter großem aufwand und während langen monaten und jahren geschrieben, aber von keinem menschen gelesen, weil
  • die romane viel, viel zu lange sind
  • die filme im fernsehen spannender sind
  • das buch nicht erschwinglich ist bzw. gar nicht zum verkaufe angeboten wurde
es gibt auch andere gründe. so ist ein um sich greifender analphabetismus mit dafür verantwortlich, dass gute bücher als regalfüller und treppenersatz herhalten müssen, bzw. zum trocknen und glätten von herbstlaub im inneren des buches "zweckentfremdet" werden.

Montag, 30. August 2004

zwischenbericht vom fest

meine studienkameraden und jugendfreunde sind am freitag abend pünktlich eingetroffen in meinen räumlichkeiten. das "klassentreffen" ist ein voller erfolg. viele meiner alten freunde habe ich schon dreissig jahre lang nicht gesehen und musste erst nachgrübeln, wer das denn ist. erstaunliche effekte stellten sich ein. ein großer teil der ehemals männlichen freunde sind nun auf das deutlichste als weiblich einzustufen. viele frauen haben den gegenteiligen weg eingeschlagen und stellten sich mir als mann vor. ich hatte bald schon überhaupt keine ahnung mehr, wer wer war. am erstaunlichsten war, dass viele sogar verheiratet waren (auch viele von den umoperierten miteinander). wir kannten uns alle von unserer zeit im priesterseminar in st. pölten, die frauen von damals waren im kloster nebenan. das alles ist ja so lange her, mein "gott" ja. das fest ist immer noch im gange, übrigens. meine lieben freunde sind kurzerhand bei mir eingezogen und schlafen manchmal sogar, wenn sie kurz die musik ein bisserl leiser drehen. zum arbeiten an meiner großen prosa komme ich natürlich derzeit nicht. das fest läuft und läuft, wir lesen uns gedichte vor und improvisieren am dudelsack, wir spielen pfänderspiele und erzählen uns die letzten dreissig jahre in schüttelreimen. im wohnzimmer laufen sieben fernseher gleichzeitig mit sieben programmen und in jedem raum wird eine andere philosophische diskussion ausgefochten. die lebensmittel werden vom nahen supermarkt geholt und gerecht verteilt. ich bin schon froh, wenn ich meine wohnung wieder für mich alleine habe. so wie es aussieht, kann das noch ein paar tage dauern. ich kann kaum klar denken und auch mein schreibstil ist so telegramm. artig. abgehackt, schrecklich. selbst meinen computer habe ich nur für diesen eintrag kurz zurückerobert, und werde mich gleich wieder ins "vergnügen" stürzen. gute nacht.

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schade - aber wieder einer weniger und oh, da ist ja wer :)
schade - aber wieder einer weniger und oh, da ist ja...
eria - 15. Dez, 02:32
mehr als ein ganzes jahr lang
habe ich hier in meinem öffentlichen tagebuch...
h.v.d. - 25. Nov, 10:03
klingt wundervoll nicht nur die wohnung das haus sonderns auch die möglichkeit sich selber auszuleben neu...
klingt wundervoll nicht nur die wohnung das haus sonderns...
oops - 23. Nov, 19:50
sehr geehrter herr kdany
ich laufe nicht - bin noch nie gelaufen, leider gottes,...
h.v.d. - 23. Nov, 11:28
da kann er nur sagen: nobelesse oblige! vielleicht treffen wir uns im sommer in schönbrunn zu laufen...
da kann er nur sagen: nobelesse oblige! vielleicht...
kdany - 22. Nov, 21:41

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Zuletzt aktualisiert: 15. Dez, 02:32

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